Figurfalle Weihnachtsteller: Wie viele Kalorien stecken in den Leckereien? (Foto: imago)Ob zu Hause, auf Ladentheken oder im Büro: Überall locken schon jetzt wieder prall gefüllte Teller mit Dominosteinen, Stollen, Lebkuchenherzen oder anderen weihnachtlichen Leckereien. Da ist die Versuchung groß, immer wieder zuzugreifen. Doch Vorsicht! Ganz nebenbei landen echte Dickmacher mit über hundert Kilokalorien im Mund - und später auf der Hüfte. So stecken in einer Scheibe Stollen (100 Gramm) über 400 Kilokalorien und rund 20 Gramm Fett - selbst Buttercremetorten enthalten weniger. Wir haben das vorweihnachtliche Naschwerk einem Kaloriencheck unterzogen: #
Wer die Süßigkeiten selbst auswählt, kann schon beim Einkauf Kalorien sparen: "Vergleichen Sie ruhig mehrere Sorten Lebkuchen oder anderes Weihnachtsgebäck auf ihren Gehalt an Zucker, Fett und Kalorien", rät Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). So gilt zum Beispiel für Stollen: "Mürbeteig ist recht fettig, Quark- oder Hefeteig verhältnismäßig kalorienarm." Auch Pflanzenmargarine hat im Vergleich zu Butter oder gehärtetem Fett einen Vorteil: Die pflanzlichen Fette wirken sich nicht so negativ auf die Blutfettwerte, das Cholesterin aus.
Kalorienarm an Weihnachten naschen
Ein weiterer Tipp der Ernährungsexpertin: "Nicht nur Abgepacktes verzehren. Auch die Klassiker wie Apfel, Nuss und Mandelkern - oder Orangen und Mandarinen gehören auf den Weihnachtsteller." Das bremst gleich zweifach die Naschlust: "Es dauert länger bis Obst oder Nüsse geschält sind. So isst man wahrscheinlich weniger davon, als wenn die Leckereien direkt von der Packung in den Mund wandern." Außerdem wirkt der Teller mit Obst und Nüssen gleich viel voller. "Statt zehn Dominosteinen oder Lebkuchen finden nur noch drei oder vier Stück Platz" - und nicht nur dort, sondern bestenfalls auch im Magen.
Schokolade oder Marzipan bewusst genießen
Hier eine Marzipankartoffel, da ein Schokoherz oder Stück Spekulatius: "Wer ständig zwischendurch zugreift, wird dazu verleitet, unbewusst mehr zu essen und so nebenbei vor dem PC oder Fernseher eine ganze Packung zu verdrücken", warnt Keller. So schnellt der Blutzuckerspiegel immer wieder kurzzeitig in die Höhe, bevor er ebenso rasch absinkt - und der Körper nach süßem Naschschub verlangt. Daher gilt: "Wenn Sie zugreifen, genießen Sie das Stück Stollen oder die Portion Plätzchen ganz bewusst als Zwischen- oder gar Hauptmahlzeit", so die Expertin. Auch gründliches Kauen hilft, langsamer und somit weniger zu essen.
Aus den Augen, aus dem Sinn
Naschkatzen können die eigene Psyche auszutricksen. Denn solange die verlockende Vielfalt in Reich- oder Sichtweite steht, ist die Versuchung groß, sich doch noch das ein oder andere Stück zu gönnen. Beugen Sie besser vor: "Wer sich schlecht beherrschen kann, sollte Plätzchen- und Schokoteller lediglich zum Adventskaffee servieren", sagt Keller. Unter der Woche bewahren Sie die Leckereien besser in Dosen, Schränken oder im Keller auf – so geraten Sie erst gar nicht in Versuchung. Zudem rät die Expertin: "Sich nie mit Heißhunger auf Süßes stürzen. Wer im Nu die Packung Dominosteine verputzt, hat sonst bald ein Figurproblem". Sagen Sie sich stattdessen, dass der Teller auch noch in einer Stunde dort steht und nehmen Sie sich zunächst einmal Zeit, um eine ausgewogene Mahlzeit zu essen.
Auf die Kalorienbilanz achten
Ganz verkneifen brauchen Sie sich die Leckereien natürlich nicht. Schließlich gehören Spekulatius, Stollen und Co. zur gemütlichen und genüsslichen Adventszeit einfach dazu. Damit sich die zusätzlichen Kalorien jedoch gar nicht erst ansammeln können, werden Sie rechtzeitig aktiv. Eine gesunde und kalorienarme Hauptmahlzeit wie Salat oder Gemüse, hilft die süßen Kalorienbomben auszugleichen. "Wer über die Stränge geschlagen hat, kann sich sagen: Das Stück Stollen war okay, aber dafür fällt das Abendessen etwas kleiner, gesünder oder auch mal ganz aus", sagt Keller. Zusätzliche Bewegung sorgt dafür, dass sich die Leckereien erst gar nicht an Bauch oder Hüfte festsetzen. Spaziergänge an der frischen Luft halten fit, sorgen für die nötige Sauerstoffzufuhr im Gehirn und kurbeln die Fettverbrennung an.
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